Arbeitskreis Familienforschung der Emsländischen Landschaft e.V.



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Familienforschung und Konfession -
Leichenpredigten und Totenzettel als genealogische Quelle

Religion wird heute weithin als Privatsache betrachtet. Es gilt als unschicklich, den Gegenüber ohne vernünftigen Grund nach seinem Glauben oder seiner Konfession zu fragen. Diese Zurückhaltung in Sachen Religion oder Konfession ist wohl auch der Hauptgrund, dass bei vielen Anfragen von Familienforschern die Angaben zur Konfession fehlen.

Dies ist bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts kein Problem, wenn der oder die Gesuchte in einem konfessionell einheitlichen Gebiet lebte wie es z.B. der mittlere und nördliche Teil des heutigen Emslandes war. Schwieriger wird es, wenn Vorfahren in der ehemaligen Grafschaft Lingen im südlichen Emsland gesucht werden. Hier lebten ja bekanntlich im 18. Jahrhundert Reformierte, Lutheraner und Katholiken neben einander. Man spart viel Zeit, wenn man dank der Angaben zur Konfession der Familie in den richtigen Kirchenbüchern mit der Suche beginnen kann.

Es sind allerdings nicht allein die Kirchenbücher, bei denen die Frage der Konfession eine Rolle spielt. Es gibt noch weitere genealogische Quellen, die einen spezifisch konfessionellen Hintergrund haben, nämlich die Leichenpredigten und die Totenzettel.


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